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Erste EntscheidungErste Entscheidung

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VITA


Erste Entscheidung
seit 2004
Video, Loops zwischen 30 und 60 min., mehrere Monitore.

Die Arbeit ist eine Fortsetzung des Buchs "Erste Entscheidung" (1997-2003).
Um mir eine Stadt systematisch zu erschließen, ohne eigenen Gewohnheiten, Vorlieben, oder stadtplanerischen Vorgaben zu folgen, nahm ich mir vor zick-zack zu laufen. Die erste Entscheidung nach Verlassen der Wohnung sollte "links gehen" heißen, die nächste Möglichkeit die Richtung zu wechseln sollte "rechts gehen" heißen, die nächste wieder "links gehen" und so weiter. Dieser alternierende Richtungswechsel als Versuchsanordnung überprüft das menschliche Orientierungsraster: vorne, hinten, rechts, links.

Ich laufe solange, bis es Nacht wird. Ich nehme jede Möglichkeit wahr, die zu Fuß begehbar ist und als Strasse, Weg oder Pfad eine Richtung vorgibt. An jeder Weggabelung, die für mich eine Richtungsänderung bedeutete, nehme ich ein Standbild mit der Videokamera auf. Standbilder werden auf dem Videoband mit exakt 7 Sekunden Länge abgespeichert. Parallel werden 7 Sekunden Ton aufgenommen. Es entsteht eine Tondiashow, die im 7 Sekunden Rhythmus das Bild wechselt.

helsinkihanoi

In Helsinki entstanden an 2 Tagen im November 2004 ca. 450 Einzelbilder. Ausgangspunkt war mein Atelier in der Kabelfabrik "Kaapelitehdas”

In Belgrad entstanden in 3 Tagen im Dezember 2004 ca. 270 Einzelbilder. Ausgangspunkt war mein Zimmer im Hotel Slavia.

In Hanoi entstanden in 2 Tagen im April 2005 ca. 300 Einzelbilder. Ausgangspunkt war meine Wohnung 5, Le Van Huu.

In Venedig entstanden in 2 Tagen im Juni 2005 ca. 320 Einzelbilder.
Ausgangspunkt war mein Apartment in Cannaregio.

In Berlin fand im Rahmen der Ausstellung "The Momental" am 14. Mai eine öffentliche Wanderung mit einem Einführungsvortrag von Jürgen Krusche (city_space_transitions) statt. Ausgangspunkt war die Galerie Sparwasser HQ in der Torstrasse 161. Es entstanden ca. 450 Einzelbilder.


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