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ARBEITEN TEXTE Himno Alemán Debitismus - Atemübung Aufzugbar Take Away Erste Entscheidung (Video) The Blind Man Nr. 3 Art Exchange Erste Entscheidung (Buch) Artist Statement Schöne Aussichten Rettet Berlin Überfluss ist Schönheit Occupé El Dorado Weltbild ZIG Arbeit weggeben - Arbeit wegnehmen White Turkish White American Extra Host Ghost Guest My Berlin Artscene Wahlverwandtschaft Notgemeinschaft Selbstausbeutung verweigern Mein Job, mein Hobby Wegen Selbst Aufgabe kunst hatme inleb enzer stört Non Profit Money Annuntiation Grenzgänger Projekt Züricher Tage kein GELD 6 Bänke für den Stadelmeierplatz Tischfußball Einlagerung einer Idee + Verkauf von Optionen Geldplastik Farbstrukturierung des öffentlichen Raums Leichte Arbeiten Renaturierung eines Braunkohletagebaugebiets Das Matterhorn von Zermatt aus gesehen Geworfenes Universum Kein Wort ist wahr barfuß Die Schweiz in Farbe General View Hier wird die Welt erschaffen 164 Länder 12 Häuser 4 Meere 5. Dimension Zwischenräume zwischen Fluglinien Müllers Kuh Hornung Cricket Universum Kunst kommt von Kurr |
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Debitismus – Atemübung in Zusammenarbeit mit Mari Brellochs 2006 Was ist Debitismus? Heute ist Debitismus die globale Wirtschaftsform. Der Debitismus betrachtet die Volkswirtschaft nicht als Summe von Tauschgeschäften, (wie es in der neoklassischen Theorie formuliert wird) sondern als Summe von Schuldverhältnissen. Schulden und deren Zinslast üben einen Handlungsdruck aus. Sie beschränken die Entscheidungsfreiheit von Regierungen, Unternehmen und Individuen. Die debitistischen „Sachzwänge“ werden jedoch oft von Regierungen und Unternehmensspitzen als Argumentationshilfen zur Durchsetzung eigener Interessen genutzt. Unternehmen, ebenso wie Regierungen argumentieren mit „Wettbewerbsfähigkeit“ und „Rentabilität“ um im Vergleich aller mit allen stets eine prekäre Situation für sich zu erkennen. Diese globale Präkarität zwingt zur Ausbeutung aller Ressourcen: Natur, Kultur, soziales Zusammenleben und schließlich zur Selbstausbeutung. Im Debitismus haben alle Menschen eine Urschuld, so bezeichnen es die Bremer Ökonomen Gunnar Heinsohn und Otto Steiger, die ihnen die Pflicht auferlegt zur Selbsterhaltung zu konsumieren.
Die Künstler Mari Brellochs und Stephan Kurr empfehlen eine Debitismus-Atemübung: Debitismus erzeugt existentielle Angst. Ich atme mehr Luft aus, als ich einatme. Ich gebe permanent mehr Luft an die Umwelt ab, als ich von ihr bekomme. In dem ich meine Lungen bewusst entleere, schließe ich durch Sauerstoffmangel im Hirn Synapsen kurz und aktiviere nun in einem Zustand von Trance und Vision Abwehrkräfte, die in meinem Alltag abgestumpft waren.
In der Ausstellung „Subsiders“ (2006, Galerie Weißer Elefant, Berlin, Kurator Spunk Seipel), wurde ein Atemübungsraum eingerichtet. Im Nebenraum informierte ein Faltblatt über Debitismus und leitete die „Debitismus-Atemübung“ an. Ein Video zeigte sowohl die Künstler als auch Probanden bei der Übung. ∧∧ Seitenanfang |